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Was passiert nach „Alle ablehnen“?
Ein Banner kann korrekt aussehen, während der Seitencode weiter Daten sendet. Prüfen Sie, was nach einer Ablehnung tatsächlich passiert.
Zwischen Schaltfläche und Code
Ein Banner fragt den Besucher und soll dafür sorgen, dass die Antwort Folgen hat. Die sichtbare Auswahl belegt die technische Wirkung nicht. Drei typische Ursachen:
- Bereits gestartete Skripte: Direkt eingebundener Trackingcode kann Anfragen senden, bevor das Banner geladen ist.
- Tags ohne Anforderungen: Fehlt die passende Einwilligungsanbindung in GTM, kann ein Tag unabhängig von der Auswahl laufen.
- Bereits gesetzte Cookies: Eine Ablehnung soll weitere Verfolgung stoppen, entfernt aber nicht unbedingt vorhandene Speicherung.
Das Aussehen des Banners beweist weder einen Fehler noch dessen Abwesenheit. Messen Sie das Verhalten.
Der Test Schritt für Schritt
Sie benötigen nur Ihren Browser.
- Öffnen Sie ein privates Fenster. Eine frühere gespeicherte Auswahl würde einen anderen Zustand testen.
- Öffnen Sie vor dem Seitenaufruf die Entwicklertools, etwa über Rechtsklick und „Untersuchen“, dann Network.
- Besuchen Sie Ihre Website, ohne das Banner anzuklicken.
- Filtern Sie nach
collectoder Hosts wiegoogle-analytics.com,doubleclick.net,facebook.comundtiktok.com. Diese Anfragen wurden vor der Auswahl gesendet. - Klicken Sie auf „Alle ablehnen“.
- Leeren Sie die Netzwerkliste und laden Sie neu, ohne die Auswahl zu ändern.
- Prüfen Sie erneut: Diese Liste zeigt, was bei einem Besucher mit Ablehnung passiert.
Ergebnisse einordnen
Nicht jeder Kontakt ist ein Problem. Eigene Inhalte, Bilder und Schriften vom eigenen Server sowie unbedingt notwendige Dienste sind von Analyse- und Werbeaktivitäten zu unterscheiden. Karten, Videos und Chats verdienen eine nähere Prüfung, da sie Cookies setzen und Dritte kontaktieren können.
Untersuchen Sie Analyse- und Werbeanfragen nach der Ablehnung zuerst. Ein Aufruf von googletagmanager.com allein belegt keine Messung: GTM kann laden, ohne Tags auszuführen. Entscheidend ist, was danach passiert. Auch cookielose Consent-Mode-Pings müssen gesondert eingeordnet werden; siehe Consent Mode v2.
Auch die Speicherung prüfen
Network zeigt, was gesendet wird. Application in Chrome beziehungsweise Storage in Firefox zeigt, was gespeichert bleibt.
- Wählen Sie unter Cookies Ihre Domain.
- Nach der Ablehnung sollten vor allem notwendige Cookies und die gespeicherte Einwilligungsauswahl übrig sein.
- Prüfen Sie
_ga,_fbp,_gcl_auund_ttp: Sie sind Google Analytics, Meta, Google Ads beziehungsweise TikTok zugeordnet.
Ein Cookie auf der eigenen Domain kann trotzdem zu einem Trackingwerkzeug gehören. Der Domainname allein erklärt den Zweck nicht.
Wenn Sie etwas finden
- Ermitteln Sie, ob das Skript aus Theme, Plugin oder GTM stammt.
- Richten Sie bei GTM die Einwilligungsanforderung ein und veröffentlichen Sie den Container.
- Direkt eingebundene Skripte müssen in GTM verschoben oder vor dem Laden von der Einwilligungslösung gesperrt werden.
- Wiederholen Sie den Test, um die Korrektur zu verifizieren.
Häufige Fragen
Warum reicht „abgelehnt“ im Banner nicht? Es zeigt den eigenen Zustand des Banners. Ein vorher geladenes Skript kann trotzdem schon Daten gesendet haben.
Ist GTM nach einer Ablehnung falsch? Nicht zwingend. Prüfen Sie die nachfolgenden Tags und deren Anfragen.
Müssen alte Cookies gelöscht werden? Mindestens weitere Verfolgung muss gestoppt werden. Vorhandene Cookies aufzuräumen ist gute Praxis; entscheidend ist, dass keine neue Verfolgung erfolgt.
Wie oft testen? Nach Änderungen am Seitencode, Plugins, Themes und Kampagnenskripten. Gerade Aktualisierungen können Tracking erneut aktivieren.
Die Antwort ohne manuelle Prüfung?
Ein Banner kann korrekt aussehen, während der Seitencode weiter Daten sendet. Prüfen Sie, was nach einer Ablehnung tatsächlich passiert.
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